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Music Review: Deep Blue

Australien hat uns ja schon viele super Metalacts beschert. Neben, den für mich legendären, I KILLED THE PROM QUEEN (R.I.P.) gibt es da auch noch die fünf Hardcore Bolzen von PARKWAY DRIVE, die mittlerweile ihr drittes Full Length Album herausgebracht haben. Die letzten beiden Alben laufen bei mir immer noch gerne in der Schleife durch, somit waren die Anforderungen an die neue Kreation dementsprechend hoch.
Ein paar Wochen vor dem Albumrelease war schon die erste Hörprobe im Netz zu hören. Ein Track namens SLEEPWALKER. Meine ersten Eindrücke waren eher ernüchternd. Wo sind die schönen Melodien hin, die für mich "Horizons" und das ältere "Killing With A Smile" zu etwas Besonderem gemacht haben? Stattdessen trifft man auf auf eine, für die gewohnten Parkway Drive Verhältnisse, düstere Atmosphäre. Die Gitarren spielen bösere Riffs, der Gesang ist mehr growliger und alles in allem war das für mich nicht das, was ich von Parkway Drive gewohnt bin.
Als das Album herauskam, waren meine Anforderungen dementsprechend heruntergeschraubt, aber wie gewohnt stirbt die Hoffnung natürlich zuletzt. Ich musste jedoch ernüchtern feststellen, dass das Sleepwalker echt der Song ist, der das Album repräsentiert. "Puh, was für ein Scheibenkleister" hab ich mir gedacht, weil sich Parkway Drive genau von den Elementen getrennt haben, die sie für mich so groß gemacht haben. Die Band wollte ich jedoch noch immer nicht abschreiben und daher hab mich in das ganze Konstrukt namens "DEEP BLUE" einmal reingehört.
Ich muss sagen, dass sich das Reinhören im Nachhinein echt gelohnt hat. Es war ein echter Spätzünder, denn während des Reinhörens wollte ich es immer wieder abdrehen. Jedoch habe ich mich darübergetraut und mittlerweile finde ich dieses Album sehr gelungen. Die alten Alben werden für mich immer noch über diesem Erguss stehen, aber dieses Album hat einige Aspekte, die es trotzdem zu etwas Besonderem machen.
Zuerst möchte ich die famosen Lyrics anführen. SLEEPWALKER ist wohl das beste Beispiel für tadelloses und sinnvolles Lyrics Writing. Die Theme der Lyrics befassen sich in diesem Album stark mit Kritik an der Gesellschaft, dem Verlust der Individualität und Konformität. Mich sprechen diese Lyrics sehr an, denn ich persönlich kann mich mit diesen Gore Lyrics aus dem (Death) Metal Genre nicht so sehr anfreunden. Ein großes Lob hierfür.
Überhaupt muss ich sagen, dass man bei diesem Album kein einziges Instrument für sich beachten sollte. Erst das Ganze macht die Sache einzigartig. Wie bei Kombucha - "Es ist mehr als die Summe seiner Teile". Lasst die Songs als Ganzes auf euch einwirken und schaut euch daneben die Lyrics an. Habt Geduld damit und lasst euch davon fangen.
Final muss ich sagen, dass ich die Platte mittlerweile auch sehr gern höre, auch wenn ein paar Lieder dabei sind die mir nicht so zusagen, wie z.B. DELIVER ME das zu einem einzigen Breakdown verkommt. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Für mich gibts für dieses Album 8 von 10 Punkten, da es schlussendlich doch noch ein PWD würdiges Album geworden ist. Wenn man beim nächsten Album die Stärken dieses Albums mit den Melodien und der Grazie der letzten kombinieren würde, gibts von mir 10 Punkte. Punkt. Aus.
8/10 Punkten
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